Kleingarten in Bielefeld

Shrunk Expand

Grundsätzliches

Wer bei uns einen Garten pachten möchte, kann sich über das Formular auf die Übernahme eines Gartens bewerben.

Da wir in einem Kleingärtnerverein organisiert sind, ist die Übernahme eines Gartens an die Mitgliedschaft im Verein gebunden. Das bietet einige Vorteile. Einen Garten in einem Kleingärtnerverein zu bewirtschaften ist damit auch an Regeln gebunden, die durch die Vereinssatzung festgeschrieben sind. Sie richten sich nach den Richtlinen des Bundeskleingartengesetzes.

Mindestens ein Drittel kleingärtnereische Nutzung ist Pflicht!

Dies ist eine der Vorgaben, die im Bundeskleingartengesetz festgeschrieben sind und über die nicht diskutiert werden kann. Aber was ist damit konkret gemeint? Kleingärten unterscheiden sich von Wochend- oder Feriengrundstücken. Sie sollen dazu dienen zur Selbstversorgung der Pächter beizutragen. Dadurch wird das Pachtland auch günstiger angeboten, als es für andere Grundstücke in vergleichbarer Lage der Fall ist. Unter der kleingärtnerischen Nutzung ist der Anbau von Obst, Gemüse, aber auch Schnittblumen durch die Pächter gemeint. Konkret bedeutet dies, dass mindestens ein Drittel der Gartenfläche als Beetfläche für den Anbau zur Selbstversorgung erkennbar sein muss! Die Selbstversorgung hat damit einen festen Bestandteil in unseren Gärten. Damit soll jedem Menschen, der es möchte, die Möglichkeit geboten werden, sich zumindest zum Teil mit eigenen Gartenerzeugnissen zu versorgen. Ein Anbau für kommerzielle Zwecke ist nicht erlaubt!

Weiterhin wird ca. ein Drittel für Haus und Wege gerechnet und ein Drittel steht der freien Nutzung zur Verfügung. Diese kann in Form von Rasen oder auch Zierpflanzen erfolgen oder aber auch als Beetfläche zur Selbstversorgung, nicht aber durch Bebauung, Wege oder Terrassen.

Auch die maximale Größe der Gartenlauben ist im Bundeskleingartengesetz festgelegt. Sie liegt bei 24 qm inklusive der Überdachung für Terrassen und darf nicht überschritten werden. In manchen Fällen sind die Lauben größer oder es ist noch ein zusätzliches Gerätehaus vorhanden. Diese Fälle stellen aber Ausnahmen dar. Sie beruhen in der Regel auf geschichtlichen Gegebenheiten und haben Bestandsschutz. Das dauerhafte Wohnen in der Gartenlaube ist ebenfalls nicht erlaubt, das gelegentliche Übernachten schon.  

Interessenten sollten sich genau überlegen, ob diese Vorgaben für sie ok sind.



Comments are closed.